Heißer Sommer förderte Borkenkäfervermehrung

Die Forstbetriebsgemeinschaft Saar-Hochwald hat ihre Zuständigkeit zwischenzeitlich saarlandweit und in die Großregion ausgedehnt. Aus aktuellem Anlass möchte sie mit dieser Information die Waldbesitzer zur besonderen Aufmerksamkeit aufrufen. 

Der diesjährige Witterungsverlauf war für die Vermehrung der unterschiedlichen Borken-käferarten, die bei starkem Befall Nadelbäume zu Absterben bringen können, sehr günstig. Saarlandweit und in der angrenzenden Region ist eine deutliche Zunahme entsprechender Schäden, vor allem in nicht vitalen Fichtenwäldern festzustellen.

Hauptverursacher der Schäden ist der Buchdrucker oder Großer achtzähniger Fichten-Borkenkäfer (Ips typographus), ein zwar winziger Käfer, jedoch mit großem Appetit und hoher Vermehrungsrate.

Es ist davon auszugehen, dass die für diesen Käfer günstige Witterung dazu geführt hat, dass sich dieser in diesem Jahr gleich mehrfach vermehrt hat und somit eine hohe Zahl von Jungtieren vorhanden ist, die erst im nächsten Jahr aktiv werden und dann in größerem Maße Fichtenwälder befallen werden.

„Alle Waldbesitzer, unabhängig ob diese in der Forstbetriebsgemeinschaft Saar-Hochwald (FBG) organisiert sind oder nicht sind aufgerufen, vor allem ihre Nadelwälder genau zu beobachten. Wenn ein Befall festgestellt wird, muss unverzüglich gehandelt werden. Die befallenen Bäume sind einzuschlagen und sollten so schnell wie möglich verkauft und abtransportiert werden. Dies kann einen weiteren Befall gesunder Bäume und einer Entwertung der befallen Bäume entgegenwirken“, so Klaus Borger, Vorsitzender der FBG.

Für Fragen und fachliche Unterstützungen steht die Forstbetriebsgemeinschaft Saar-Hochwald allen Mitgliedern und im Falle einer Erstberatung, auch allen Nichtmitgliedern zur Verfügung.